Home  | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT

sprungmarken_marker_117

reFuels

Der von fossilen Kraftstoffen angetriebene Individual- und Lastverkehr trägt neben Energiewirtschaft, Industrie und Haushalten mit zu den vom Menschen verursachten CO2-Emissionen und somit zum Klimawandel bei. Gerade der Schiffs-, Luftfahrt- oder Bahnverkehr, bei dem lange Strecken zurückgelegt oder große Lasten transportiert werden, benötigt unter Berücksichtigung der Klimaschutzziele der Bundesregierung auch in Zukunft flüssige Kraftstoffe.
 

Regenerativ hergestellte Kraftstoffe – sogenannte reFuels – haben die gleiche Energiedichte wie fossile Kraftstoffe und sind deshalb neben anderen Maßnahmen, wie dem Ausbau der Elektromobilität, ein vielversprechender Weg hin zu einer CO2-neutralen Mobilität. ReFuels lassen sich aus kohlenstoffhaltigen Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft, aus Industrie- und Siedlungsabfällen wie auch durch die direkte Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff herstellen.

Bedeutung und Notwendigkeit

Die verschiedenen Bereiche des Lebens wie Industrie, Haushalte oder die Landwirtschaft haben sich im Zuge der Energiewende und der Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 unterschiedlich entwickelt: Während etwa im Jahr 2017 in der Energiewirtschaft und bei Gebäuden schon ein sichtbarer Rückgang bei den CO2-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 1990 erreicht wurde, stagnieren diese im Verkehrssektor, trotz der gleichzeitigen Steigerung der Personen- und Tonnenkilometer.

 

Emission von Treibhausgasen in Deutschland



Um auch im Mobilitätssektor positiv und signifikant zu den Zielen der Energiewende beizutragen, müssen sowohl die Herstellungsverfahren für regenerative Energieträger wie auch die Antriebstechnik selbst deutlich weiterentwickelt werden. Energiewende-Szenarien für den Verkehrssektor zeigen, dass alleine die Elektromobilität bis 2050 keine vollständige Energiewende im Verkehr ermöglicht. Hierfür müssen alle Ansätze parallel verfolgt und umgesetzt werden.

 

Vorteile

  • ReFuels sind frei von unerwünschten Nebenbestandteilen, wie etwa Schwefel- oder Stickstoffverbindungen.
     
  • Die Struktur und Zusammensetzung der reFuels lassen sich auf die spezifische Anwendung hin einstellen und optimieren, insbesondere hinsichtlich der Effizienz bei der Verbrennung und der Bildung lokaler Emissionen.
     
  • Durch den Fokus des Projekts auf Kohlenwasserstoff-Komponenten lassen sich reFuels in gegenwärtig genutzte Kraftstoffe integrieren.
     
  • Die hohe Energiedichte flüssiger Kraftstoffe sowie deren einfache Speicher- und Transportierbarkeit bleiben bei reFuels erhalten.
     
  • Die existierende Transportinfrastruktur und -logistik sowie die Anwendungstechnologien können genutzt werden, solange die Kraftstoffe in den bestehenden Normen bleiben.
     
  • Die Nutzung bestehender Infrastrukturen sowie erneuerbarer Energien für den Herstellungsprozess von reFuels reduziert den CO2-Ausstoß in der Bestandsflotte mit CO2-Neutralität als klarem Ziel.